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Fledermäuse

 

Fledermäuse (Microchiroptera) existieren in einer Lebens- und Sinneswelt, in die wir Menschen uns nicht annähernd hineinversetzten können – sicherlich mit ein Grund dafür, warum diese spannenden Tiere vielen Leuten nach wie vor etwas unheimlich sind. Doch dazu besteht kein Anlass, was man schnell merkt, wenn man ihr Verhalten besser kennen lernt. 17 verschiedene Arten können im Nationalpark nachgewiesen werden.

Die wärmeliebenden Tiere haben sich durch ihre Fähigkeit zum Winterschlaf unsere kühleren Breiten erobert. Dabei werden alle energieverbrauchenden Prozesse des Körpers gedrosselt – die Körpertemperatur sinkt, Herzschlag und Atmung werden herabgesetzt. Der Körper zehrt in dieser Zeit von dem im Sommer angefressenen Fettdepot. Es gibt einige Wachphasen, in denen getrunken und Harn abgelassen wird. Jedes Erwachen bedeutet jedoch einen hohen Energieverlust – zusätzliche Störungen können daher tödlich sein! Nach dem Erwachen aus dem halbjährigen Winterschlaf begeben sich die Fledermausweibchen ab Mai in ihre Wochenstubenquartiere. Dort kommen bis zur ersten Junihälfte die Jungtiere zur Welt, die bis Anfang August ausgewachsen sind. Fledermäuse haben eine ausgezeichnete Anpassungsfähigkeit ans Wohnen in menschlichen Bauwerken entwickelt. Man trifft sie in Häusern überall dort, wo es Spalten und Hohlräume gibt, vorzugsweise auf Dachböden, hinter Fensterläden und zwischen Dachziegeln, sogar hinter losem Putz oder in den Öffnungen alter Außenwandheizungen.