Nationalpark-Akademie
Krabbelnde Untermieter
Einblicke in die unglaubliche Diversität der Waldameisennester
Waldameisen zählen zu den bekanntesten Insekten Mitteleuropas. Ihre auffälligen Hügel in Wäldern und auf Wiesen begleiten uns oft schon seit der Kindheit, und ihre Bedeutung für das ökologische Gleichgewicht ist weithin bekannt. Doch nur wenige wissen, dass diese Nester wahre Schatzkammern der Artenvielfalt sind.
In den Bauten der Waldameisen wurden bereits über 125 verschiedene Arten entdeckt – vor allem Käfer, aber auch Fliegen, Spinnen und andere Ameisen. Was diese erstaunliche Vielfalt antreibt, ist jedoch noch weitgehend unbekannt. Welche Rolle spielt etwa der Borkenkäfer und die damit verbundenen Veränderungen des Lebensraums? Und wie unterscheidet sich die Artenvielfalt entlang eines großen Umweltgradienten in den Wäldern Deutschlands?
Diesen und weiteren Fragen geht Doktorand Melvin Opolka von der Arbeitsgruppe Populationsökologie an der Universität Bayreuth nach. Im Rahmen des EU-Projekts MonitAnt untersucht er gemeinsam mit Forschenden aus zehn europäischen Ländern Waldameisen in ganz unterschiedlichen Lebensräumen.
Die Nationalpark-Akademie lädt zu einem Vortrag ein, in dem Melvin Opolka von seinen Untersuchungen im Nationalpark Hunsrück-Hochwald berichtet. Er gibt faszinierende Einblicke in die fabelhafte Welt der Ameisengäste und präsentiert neue Erkenntnisse aus zwei Jahren intensiver Forschung.
Diese Veranstaltung ist kostenlos.