Nationalpark-Akademie
Agroforst 2.0: Tradition trifft Zukunft
Agroforst 2.0: Tradition trifft Zukunft
Die Agroforstwirtschaft erlebt eine Renaissance: Wir entdecken und entwickeln eine über 7.000 Jahre alte Praxis neu, um sie vielfältig und nachhaltig in moderne Systeme zu integrieren
Die Agroforstwirtschaft ist eine jahrtausendealte Praxis, die Bäume, Sträucher, Nutzpflanzen und/oder Nutztiere in landwirtschaftliche Kulturen integriert. Sie verbessert die biologische Vielfalt, ökologische Nachhaltigkeit und stärkt die Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel. Ihre Wurzeln reichen rund 7.000 Jahre zurück, als die ersten Ackerbauern begannen, landwirtschaftliche Flächen und Wälder ohne klare Trennung zu nutzen. Doch im Laufe der Jahrhunderte wurden Landwirtschaft und Forstwirtschaft zunehmend voneinander getrennt. Heute, in einer Zeit, in der ökologische Herausforderungen immer drängender werden, erleben wir eine Renaissance der Agroforstwirtschaft.
Pioniere setzen sich dafür ein, diese alte Praxis neu zu interpretieren und wieder in moderne Wirtschaftsstrukturen zu integrieren. Aktuelle Projekte, wie etwa die 800 Jahre alten Hudewälder in Siebenbürgen, bieten wertvolle Erkenntnisse für die Entwicklung neuer Agroforstsysteme.
Die Frage ist: Was können wir von solchen Systemen lernen und wie lassen sie sich in heutige Wirtschaftskonzepte integrieren?
Frank Wagener, Experte für nachhaltige Landschaftsentwicklung, hat sich intensiv mit der Wiederbelebung solcher Systeme beschäftigt. Seit 2006 leitet er den Bereich „Biomasse- und Kulturlandschaftsentwicklung“ am Umwelt-Campus Birkenfeld und verbindet wissenschaftliche Forschung mit praktischen Ansätzen für eine zukunftsfähige Landnutzung
Diese Veranstaltung ist kostenlos.