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World Ranger Day am 31. Juli: 26 Rangerinnen und Ranger setzen sich im Nationalpark Hunsrück-Hochwald für die Natur ein

Jährlich am 31. Juli ist World Ranger Day. Er wurde von der International Ranger Federation ins Leben gerufen, um auf die wichtige Arbeit der Ranger*innen für den Schutz des Natur- und Kulturerbes aufmerksam zu machen. Gleichzeitig wird Ranger*innen weltweit gedacht, die während ihres Dienstes verletzt oder getötet wurden. In diesem Jahr feiert der World Ranger Day sein 20-jähriges Bestehen – ein Anlass, die Leistungen der Ranger*innen weltweit besonders zu würdigen.

Im Nationalpark Hunsrück-sind 26 Rangerinnen und Ranger jeden Tag für die Natur im Einsatz. Sie erzählen Gästen von den besonderen Landschaften, den seltenen Tieren und den faszinierenden Pflanzen, die sie bewundern und schützen dürfen. Sie sind täglich im Nationalpark unterwegs, kontrollieren das Gebiet und die Wege, führen Maßnahmen zur Instandhaltung und Verkehrssicherung durch und nehmen Gäste mit auf ihre Kontroll- und Beobachtungstouren. Viele helfen auch in der Forschung, der Umweltbildung und der Öffentlichkeitsarbeit des Nationalparks mit.

Wer eine Rangerin oder einen Ranger schon einmal begleitet konnte, hat vermutlich einiges über die Natur erfahren und vielleicht auch gedacht: Was für ein Traumjob! Und ja, die Ranger*innen des Nationalparks lieben ihren Beruf. Was ihn für viele besonders macht und am World Ranger Day im Fokus steht, bringt Ranger David Moore, Mitarbeiter der Abteilung Forschung, Biotop- und Wildtiermanagement im Nationalpark Hunsrück-Hochwald, auf den Punkt: „Für mich bedeutet es Verbundenheit mit Kolleginnen und Kollegen über Länder- und Kontinentgrenzen hinaus, auf der ganzen Welt.“

Denn Ranger*innen verstehen sich als weltumspannende Familie. Während die Rangerinnen und Ranger im Nationalpark Hunsrück-Hochwald etwa beim Monitoring der Wildkatzen helfen, sind Kolleginnen und Kollegen in anderen Teilen der Erde damit beschäftigt, Wilderer davon abzuhalten, Nashörner zu jagen oder zu ermitteln, wie viele Tiger ein Nationalpark noch beherbergt. Rund 150 Ranger*innen verlieren dabei jedes Jahr ihr Leben durch Wilderer, Angriffe von Wildtieren oder unzureichende Ausrüstung. Weltweit sind rund 285.000 Menschen als Ranger*innen tätig.

Mit ihrer Arbeit leisten die rund 850 Rangerinnen und Ranger in Deutschland einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Natur. Ihr Beruf ist anspruchsvoll, vielseitig und hochrelevant für die Zukunft: Sie dokumentieren Arten, schützen sensible Lebensräume und sorgen dafür, dass Verhaltensregeln in der Natur eingehalten werden. Gleichzeitig wirken sie als Vermittler zwischen Menschen und Natur, etwa im Gespräch mit Schutzgebietsgästen und Anwohnenden, bei Bildungsangeboten für Kinder und Jugendliche oder in der Zusammenarbeit mit Landnutzenden. Durch ihre tägliche Arbeit stärken sie in der Gesellschaft das Verständnis für ökologische Zusammenhänge und schaffen Naturerlebnisse, die Menschen für den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen begeistern.

Rangertour am World Ranger Day: Hochsommer im Nationalpark

Wer den World Ranger Day selbst erleben möchte, hat am 31. Juli die Gelegenheit dazu: Am Nationalpark-Tor Erbeskopf in Hilscheid startet um 10:00 Uhr eine kostenfreie Rangertour zum Gipfel des höchsten Berges in Rheinland-Pfalz. Der Ranger gibt dabei Einblicke in seine Arbeit, berichtet über die Entwicklung des Waldes, die Bedeutung natürlicher Prozesse und was der Leitsatz „Natur Natur sein lassen“ bedeutet. Im Mittelpunkt steht auch die reiche Artenvielfalt des Hochsommers, welche Arten mit Hitze zurechtkommen und welche ein gemäßigteres Klima bevorzugen.

Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung jedoch erforderlich.
Mehr Infos: www.nlphh.de/termine/

Zum Nationalpark Hunsrück-Hochwald
Der noch jüngste und 16. Nationalpark in Deutschland ist Teil der Nationalen Naturlandschaften (NNL). In diesem Bündnis bewahrt er mit Nationalparken, Naturparken, Biosphärenreservaten, Wildnisgebieten und den Menschen auf rund einem Drittel der Fläche Deutschlands faszinierende Natur, vermitteln Freude beim Erleben der Natur und gestalten die Zukunft mit Zuversicht nachhaltig.
www.nlphh.de

Zu den Nationalen Naturlandschaften
Die Nationalen Naturlandschaften (NNL) sind das Bündnis der deutschen Nationalparke, Naturparke, Biosphärenreservate und Wildnisgebiete. Träger der Dachmarke „Nationale Naturlandschaften“ sind die Verbände Nationale Naturlandschaften e. V. und Verband Deutscher Naturparke e. V.
www.nationale-naturlandschaften.de

Zum Bundesverband Naturwacht e. V.
Der Bundesverband Naturwacht e. V. arbeitet ehrenamtlich als gemeinnütziger eingetragener Verein und versteht sich als die berufliche Interessenvertretung der hauptberuflichen Schutzgebietsbetreuenden in Deutschland. Er ist Mitglied von Nationale Naturlandschaften e. V., dem Bundesverband Beruflicher Naturschutz und der International Ranger Federation. Derzeit hat der Bundesverband Naturwacht e. V. 338 Mitglieder. Des Weiteren ist der Bundesverband Naturwacht e. V. die Vertretung der deutschen Ranger*innen bei der International Ranger Federation

Weiterführende Informationen: