Start ins Commerzbank-Umweltpraktikum 2026
Traditionelle Einführungswoche im Nationalpark Bayerischer Wald
Über 60 Studierende aus Deutschland und der Schweiz absolvieren in diesem Jahr ihr Commerzbank-Umweltpraktikum in insgesamt 14 Nationalparken und acht Biosphärenreservaten. Auch im 36. Jahr des Projekts fand die Einführungswoche traditionsgemäß im Nationalpark Bayerischer Wald statt. Dort gab’s für die Freiwilligen einen wilden Rundumschlag in die Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit sowie vielfältige Naturschutzthemen. „Ich danke Ihnen für Ihre Neugier, Ihren Tatendrang und Ihre Begeisterung“, sagte Nationalparkleiterin Ursula Schuster beim Abschiedsabend am Ende der Woche. „Nun bin ich mir sicher, dass die Schutzgebiete in den kommenden Monaten nachhaltig von Ihrem Einsatz profitieren werden. Auch bei uns gibt’s ganz viele Angebote, die ohne Umweltpraktikant*innen nicht möglich wären.“
Die Praktikant*innen hätten in dieser Woche im bayerischen Wildniscamp das Rüstzeug erhalten, um die Monate, die vor ihnen liegen, bestens zu meistern. Schuster bedankte sich bei den Nationalpark Mitarbeitenden, Waldführer*innen und externen Referent*innen, die an den verschiedenen Workshops und Aktionen beteiligt waren. „Mein besonderer Dank gilt der Commerzbank, die seit nunmehr 36 Jahren das älteste Ökosponsoring-Projekt Deutschlands finanziert, sowie der Stiftung Kunst und Natur für die Finanzierung und Mitgestaltung des Einführungsseminars.“ Schuster richtete ihren Dank zudem an den Verband Nationale Naturlandschaften, der federführend die Organisation der Einführungswoche und die Koordination des Commerzbank-Umweltpraktikums verantwortet.
Seit vier Jahren wird die Einführungswoche für das Commerzbank-Umweltpraktikum von der Stiftung Kunst und Natur finanziert. Die Stiftung gestaltet die Woche im Schulterschluss mit dem Verein Nationale Naturlandschaften sowie dem Nationalpark Bayerischer Wald. So bereichern auch diverse künstlerische Impulse die Woche. „Im Zentrum des Ansatzes unserer Stiftung Kunst und Natur steht die Verknüpfung von Kunst, Kreativität und Naturthemen“, erklärte Netzwerk- und Bildungskoordinator Sinan von Stietencron. „In diesem Jahr möchten wir die Teilnehmenden noch besser dabei unterstützen, künstlerische Methoden für sich und ihr Umweltpraktikum in den Schutzgebieten zu nutzen. Um das zu befördern, haben wir im letzten Herbst die Betreuer und Betreuerinnen der Praktikumsstellen zu uns in die Stiftung eingeladen, um unseren Ansatz kennenzulernen und bieten zudem methodische Hilfestellung und Beratung.“
Auf eine spannende Saison freut sich auch Andrea Hoffmann, Projektkoordination beim Verband Nationale Naturlandschaften: „Die Studierenden sind den Schutzgebieten eine große Stütze in ihrer täglichen Arbeit und bringen wertvolle neue Impulse ein. Die Einsatzstellen geben den Praktikantinnen und Praktikanten ihrerseits wertvolle Erfahrungen für ihr späteres Berufsleben mit.” So hätten viele ehemalige Teilnehmende im Anschluss in der Naturschutz- oder Umweltbildungsarbeit Fuß gefasst.
Seit dem Start des Commerzbank-Umweltpraktikums im Jahr 1990 gab es bereits mehr als 2.000 Teilnehmende. Auch 2027 wird das beliebte Programm fortgeführt. Bewerbungen sind ab 1. November unter www.umweltpraktikum.com möglich.
Kontakt für Presseanfragen: Nationale Naturlandschaften e.V., Andrea Hoffmann, andrea.hoffmann@nationalenaturlandschaften.de
Nationale Naturlandschaften e. V. ist der Dachverband der deutschen Nationalparke, Biosphärenreservate und Wildnisgebiete. Er ist zusammen mit dem Verband Deutscher Naturparke e. V. Träger der Dachmarke „Nationale Naturlandschaften“. Die Nationalen Naturlandschaften (NNL) sind das Bündnis der deutschen Nationalparke, Naturparke, Biosphärenreservate und Wildnisgebiete.
Stimmen der Praktikant*innen:
Janne Ohrt, Molecular-Life-Science-Studentin, Einsatz im Nationalpark Bayerischer Wald: „Ich freue mich darauf, von der Theorie in die Praxis zu wechseln und Kindern nachhaltige Naturerfahrungen zu ermöglichen, die sie für einen respektvollen Umgang mit der Natur sensibilisieren. Außerdem freue ich mich darauf, ganz viele neue Erfahrungen zu sammeln und eine neue Perspektive auf die Beziehung des Menschen zur Natur zu entwickeln.“ Martin Gretzer, Nachhaltiges-Design-Student, Einsatz im Nationalpark Kellerwald-Edersee: „Das Treffen so vieler, toller, gleichgesinnter Menschen mit und von denen man in dieser Woche so
unglaublich viel lernt, gibt einem einfach diesen kleinen, so wichtigen Funken Hoffnung, den man in dieser Welt so dringend braucht. Ich bin froh, ein Teil hiervon sein zu können.“
Maik Lehmann, Geoökologie-Student, Einsatz im Müritz-Nationalpark: „Ich freue mich darauf, mal für drei Monate meinen Schreibtisch gegen Wildnis einzutauschen und viel Zeit draußen zu verbringen.“ Leon Schmidt-Banerjee, Ökosystemmanagement-Student, Einsatz im Nationalpark Kellerwald Edersee: „Ich habe eine tolle Woche im Bayerischen Wald verbracht und habe ganz viele tolle Menschen kennengelernt und spannende Gespräche geführt. Aus den Workshops nehme ich vor allem methodische Tipps und Inspiration fürs Ausprobieren dieser in meinem Schutzgebiet mit.“