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„Parc National de Forêts“ aus Frankreich zu Besuch im Nationalpark Hunsrück-Hochwald

Deutsch-französische Kooperation zwischen den beiden Schutzgebieten bahnt sich an

Eine Delegation aus Frankreich mit einem Expertenteam bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des „Parc National de Forêts“ und des Vereins „Association Francis Hallé“ war dieser Tage zu Gast im Nationalpark Hunsrück-Hochwald. Bei Exkursionen in das Schutzgebiet und einem Arbeitstreffen wurden erste Themen einer Zusammenarbeit im Rahmen einer konkret angestrebten Kooperation erörtert.

Es war der zweite Besuch der französischen Institutionen im Hunsrück-Hochwald. Der Verein „Association Francis Hallé“ und der französische „Parc National de Forêts“ hatten bereits vor einem Jahr das Nationalpark-Tor Erbeskopf im Rahmen einer Studienreise besucht. (Weitere Infos siehe hier >Hoher Besuch aus Frankreich ). Der Nationalpark Hunsrück-Hochwald war seither in Kontakt mit dem französischen Nationalpark geblieben. Dabei ist die Idee einer Kooperation einstanden. Die neuerliche Zusammenkunft hat diese Impulse nun manifestiert.

Die Leitungsebene des Nationalparkamts Hunsrück-Hochwald sowie der Vorsitzende der Kommunalen Nationalpark-Versammlung, Hans-Joachim Billert, begrüßten die Gäste am Nationalpark-Tor Erbeskopf. Die Gruppe besuchte das Nationalparkgebiet und die Tore. An zwei Tagen tauschte man sich aus und fand hohe Schnittmengen in der Schutzgebietsarbeit. Eine konkrete Kooperation im Blick, verständigte man sich über einen Rahmen der Zusammenarbeit. Gemeinsam möchte man zum Erhalt der Biologischen Vielfalt sowie der Europäischen Biodiversitätsstrategie 2030 beitragen, Wildnisgebiete in Europa sollen gestärkt und mehr Naturdynamik zugelassen werden. Die Kooperation soll aber auch Ausdruck sein, ein gemeinsames friedvolles Leben in einem geeinten Europa zu stärken und die Völker und Regionen zu verbinden.

Konkrete Potenziale einer Zusammenarbeit sieht man bereits in den Bereichen der Forschung sowie der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit, aber auch in der Vernetzung der beiden Regionen. Die Themen und Arbeitsfelder wurden konkret erörtert und erste Schritte für die Kooperation eingeleitet.

Harald Egidi, Leiter des Nationalparks Hunsrück-Hochwald zeigte sich sehr erfreut über die konkreten Ergebnisse: „Ich bin sehr froh, dass wir zusammenarbeiten möchten und damit zeigen, dass Europa zusammenhält. Die angestrebte Kooperation ist ein wichtiges Zeichen nicht nur für grenzüberschreitende Naturschutzarbeit, sondern auch für den gesamtgesellschaftlichen Kontext einer deutsch-französischen Freundschaft.“

Als nächster Schritt soll ein Letter of Intent formuliert werden. Man möchte zusammen viele gemeinsame Projekte angehen, wie beispielsweise im Bereich der Inventurverfahren, aber auch beim Artenmonitoring, in der Umweltpädagogik, dem Wissenstransfer sowie der Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit. Für den Herbst ist bereits geplant, mit einem gemeinsamen Stand bei einer Fotoausstellung in Frankreich die beiden Gebiete vorzustellen.