Nationalpark-Vorlesungen am Umwelt-Campus Birkenfeld
Spannender Austausch & viel Input: Drittsemester des Studiengangs „Kommunikationspsychologie und Nachhaltigkeit“ erhalten Einblicke in die Nationalpark-Arbeit
Was ist ein Nationalpark? Welche Rahmenbedingungen prägen die Arbeit? Wo liegen typische Herausforderungen – und wie werden Nationalparkthemen verständlich vermittelt? Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt von drei Gastvorlesungen von Mitarbeitenden des Nationalparks Hunsrück-Hochwald im Wahlpflichtmodul „Nachhaltigkeit“ mit Studierenden am Umwelt-Campus Birkenfeld.
An drei Tagen konnten die Drittsemester des Studiengangs „Kommunikationspsychologie und Nachhaltigkeit“ Anfang Januar im Hörsaal mehr über die Aufgaben und die Arbeitsrealitäten in einem Nationalpark erfahren. Für das Wahlpflichtmodul „Nachhaltigkeit“ brachten Dr. Jan Rommelfanger, Abteilungsleiter für Umweltbildung, Naturerleben, Regionalentwicklung und Nationalpark-Tore und Dr. Martin Mörsdorf, stellvertretender Amtsleiter und Abteilungsleiter für Forschung, Biotop-, Wildtiermanagement sowie Mariam Landgraf, Leiterin der Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit jeweils aus ihren Nationalpark-Arbeitsalltag abwechslungsreiche Themenvorträge mit. Im Fokus standen dabei die grundlegenden Ziele und Aufgaben von Nationalparken – vom Prozessschutz und der Biotopentwicklung über die Forschung, das Naturerleben bis hin zur Umweltbildung und der Kommunikation.
Am Beispiel des Nationalparks Hunsrück-Hochwald wurden veranschaulicht, wie dynamisch das Arbeitsfeld des Schutzgebietsmanagements ist, welche Rolle unterschiedliche Akteure im Umfeld für die Arbeitsbereiche spielen, wie wichtig die Partizipation und der Umgang mit zum Teil divergierenden Erwartungen ist und warum Kommunikation ein wichtiger Erfolgsfaktor in der Naturschutzarbeit sein kann. Die Vorlesungen boten dabei nicht nur fachlichen Input, sondern auch Raum für Fragen und Austausch.
In einer Feedbackrunde bewerteten die Studierenden die Vorlesungen als durchweg positiv. Den Berufsalltag im Naturschutz aus erster Hand kennenzulernen, wurde als „bereichernd“ beschrieben. Student Erik freute sich über die „umfangreichen Informationen und die neuen Einblicke in den Nationalpark“. Studentin Hannah bewertete die Vorträge als „tolle Möglichkeit in den Kontakt mit dem Nationalpark zu kommen“. Neu war für sie, dass es „gar nicht so einfach ist [im Nationalpark] so viele Gruppen einzubeziehen.“ Ihre Kommilitonin Amelie betonte: „Es ist eine einzigartige Möglichkeit, so nah an der Schnittstelle zum Nationalpark Insiderinformation zu erhalten. Es hat meinen Blick erweitert und erhöht meine Motivation, mich in diesem Bereich zu engagieren – und vielleicht auch im Nationalpark mitzuarbeiten.“
Auch die Nationalparkverwaltung profitiert von der Vorlesung und dem Dialog mit den Studierenden, das erläutert Dr. Jan Rommelfanger: „Durch einen solchen Austausch können wir Positionen und Bedürfnisse einer sehr jungen Generation mitnehmen, um sie in die Entscheidungen im Nationalpark-Management einfließen zu lassen.“
Mit den Gastvorlesungen wird die Zusammenarbeit zwischen dem Umwelt-Campus und dem Nationalpark gestärkt. Anhand der Themen aus dem Schutzgebiet kann ein Berufsfeld greifbar gemacht werden, in dem Naturschutz, Management, Beteiligung und Kommunikation eng miteinander verzahnt ist. Die Rückmeldungen zeigen: Formate, die Theorie und Praxis verbinden, schaffen nicht nur Wissen, sondern auch Orientierung, Motivation und neue Perspektiven – für beide Seiten.