Nationalpark-Akademie am Umwelt-Campus Birkenfeld – Agroforst 2.0
Rund 70 Gäste bei der Nationalpark-Akademie im Februar. Das Thema Agroforst aus dem Projekt ZENAPA wurde am Umwelt-Campus vorgestellt. Agroforstwirtschaft-Experte Frank Wagner referierte zu nachhaltiger Landschaftsentwicklung und ihrem Nutzen, um Klimaherausforderungen zu begegnen.
Rund 70 Gäste bei der Nationalpark-Akademie Das Thema Agroforst aus dem Projekt ZENAPA wurde am Umwelt-Campus vorgestellt. Agroforstwirtschaft-Experte Frank Wagner referierte zu nachhaltiger Landschaftsentwicklung und ihrem Nutzen, um Klimaherausforderungen zu begegnen.
Frank Wagner hat sich intensiv mit der Wiederbelebung und Nutzbarmachung der Agroforstwirtschaft beschäftigt. Seine Ausführungen und Erkenntnissen lauschten rund 70 Interessierte am Umwelt-Campus Birkenfeld. Er spannte den Bogen vom kulturhistorischen Hintergrund bis zu hochmodernen Analysen von Wasserabfluss- und Wasserrückhaltesystemen.
Dürre und Starkregen sind Naturphänomene, die immer häufiger und intensiver hierzulande auftreten werden. Bäume und Sträucher nach der Bepflanzungsstruktur der Agroforste bieten eine Möglichkeit, um die Auswirkungen abzumildern.
Ein Forschungsschwerpunkt von Wagner sind die Agroforste in Rumänien, genannt Hudewälder (Hütewälder). 110 wurden unter die Lupe genommen. Uralte Eichen auf Viehweiden liefern dort mit ihren Samen genetisch einmaliges Material, das Rückschlüsse auf Evolutionsverhalten und Anpassungsfähigkeit der Bäume bietet.
Diese Erkenntnisse fließen auch in das Kooperationsprojekt auf dem Hofgut Neumühle ein. Im Rahmen des EU-LIFE Projekts ZENAPA wurde unter der Leitung des IfaS im Frühjahr 2025 auf 26 ha ein Agroforstsystem mit ca. 2 ha Gehölzfläche gepflanzt. Hier verbindet sich wissenschaftliche Forschung mit praktischen Ansätzen für eine zukunftsfähige Landnutzung.



