Zum Inhalt Zum Hauptmenü
»

Barrierefreiheit im Fokus – Ellen Kubica besucht den Nationalpark

Die Landesbeauftragte für die Belange der Menschen mit Behinderungen in Rheinland-Pfalz, Ellen Kubica war diese Woche auf Stippvisite im Nationalpark Hunsrück- Hochwald. Gemeinsam mit Matthias Spieles, zuständig in der Nationalparkverwaltung für das Thema Barrierefreiheit, besucht Kubica das Nationalparkamt, das Nationalpark-Tor Erbeskopf, den neuen Nationalpark-Partnerbetrieb Schwollbachhof und das Wildfreigehege Wildenburg.

Ein Nationalpark für alle: Der Nationalpark Hunsrück-Hochwald möchte barrierefreie Naturerleben-Angebote zur Verfügung stellen. Jeder Mensch soll am Nationalpark mit seiner einmaligen Natur und Kultur teilhaben können. Der Nationalpark bietet daher für Menschen mit Beeinträchtigungen bereits verschiedene barrierefreie Angebote, möchte aber diese Angebote stetig verbessern und an den verschiedenen Erlebnisorten daran arbeiten, Barrieren nach Möglichkeit abzubauen. Aus diesem Grund hat das Nationalparkamt Ellen Kubica eingeladen, um der Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen die aktuellen Entwicklungen im Nationalpark zu zeigen und im Austausch mit ihr, weitere Potentiale für Verbesserungen auszumachen.

Ellen Kubica im Nationalparkamt

Im Nationalparkamt begrüßten Abteilungsleiter Dr. Jan Rommelfanger, Matthias Spieles sowie Personalrat und Gleichstellungsbeauftragte sowie Mitarbeiterinnen der Leitungsebene die Landesbeauftragte Ellen Kubica und Cynthia Kunert aus ihrem Team. Beim Rundgang im Nationalparkamt präsentierte Matthias Spieles Kubica und Kollegin die neuen Büros. Barrierefreiheit wurde bei der Renovierung des Gebäudes am Bunker Erwin schon mitgedacht. So können jederzeit für spezielle Anforderungen Erweiterungen eingerichtet werden. Der Aufzug ist noch nicht installiert, aber die Fertigstellung des Gebäudes läuft auf vollen Touren. Die Beschäftigungsquote von schwerbehinderten oder ihnen gleichgestellten Menschen in der Nationalparkverwaltung wird erfüllt und liegt bei 6,3 %.

Jan Rommelfanger begrüßt Ellen Kubica

Am Nationalpark-Tor Erbeskopf schaute sich Ellen Kubica die Innenausstellung an. An einigen Stellen zeigten sich Verbesserungspotentiale, um den Zugang und das Erleben für Menschen mit Einschränkung besser zu ermöglichen. Das Nationalparkamt hatte das Gebäude 2020 übernommen. Seither wird bei den vielen Renovierungs- und Sanierungsmaßnahmen auch an der Barrierefreiheit gearbeitet. So ermöglicht der neue verlängerte Balkon den ebenerdigen Zugang der oberen Etage mit Ausstellung und künftigen Umweltbildungsraum. Ellen Kubica gab aber noch viele wertvolle Hinweise für weitere Verbesserungen, wie beispielsweise verbesserte Bodenbeläge im Umfeld des Hauses.

Vor dem Nationalpark-Tor Erbeskopf

Aber nicht nur die Nationalparkverwaltung hat das Thema Barrierefreiheit im Fokus, auch einige Nationalpark-Partnerbetriebe bauen ihr Angebot aus und bieten barrierefreie Räume. Als Beispiel-Betrieb stand beim Besuch der Landesbeauftragten der neue Nationalpark-Partnerbetrieb Schwollbachhof in Schwollen auf dem Programm. Das Hotel Garni hatte nach einem Umbau Anfang Januar neu eröffnet und wirbt mit drei rollstuhlgerechten Zimmern, die speziell für Gäste mit Rollstuhl oder anderen Mobilitätshilfen ausgestattet sind. Vor Ort schaute sich Kubica die liebevoll renovierten Zimmer an und gab hier und da noch Anregungen zur Verbesserung.

Im Schwollbachhof

Letzte Station der Landesbeauftragten war das Wildfreigehege Wildenburg. Dort stehen umfangreiche Umbauten der Funktionsgebäude bevor. Dabei sollen die Belange von Menschen mit Behinderung mitgedacht werden. Abteilungsleiter Dr. Jan Rommelfanger stellte die aktuellen Planungen vor. Vor Ort mit dabei war auch Timo Koch vom benachbarten Campingplatz Harfenmühle als Vertreter der Nationalpark-Partner-Initiative und als Vorsitzender des Vereins Ecocamping. Auf einer Rundfahrt durch das Gehege wurde klar, dass an einigen Stellen der Weg nah an die Gehege zur Tierfütterung mit einem Rollstuhl schwer erreichbar ist. Holz-Plattformen könnten Abhilfe schaffen. Der Rundweg ist für Rollstuhlfahrer zwar nutzbar, aber ohne Schiebehilfe wird die Fahrt wegen der Steigungen anstrengend. Abhilfe können hier die ausleihbaren Rollstuhlzuggeräte oder Elektromobile schaffen.

Am Nachmittag endete der Besuch der Landesbeauftragten. Dr. Jan Rommelfanger und Matthias Spieles bedankten sich bei Ellen Kubica und Cynthia Kunert für ihr Interesse und luden die Landesbeauftragte ein, bald wieder zu kommen.

Im Wildfreigehege