Ausgebuchte MINT-Wanderung am Nationalpark-Tor Keltenpark
Der Nationalpark Hunsrück- Hochwald engagiert sich in der MINT-Nationalparkregion Hunsrück-Hochwald – das Nationalpark-Tor Keltenpark war dieses Jahr Ziel der Wanderung für Lehrkräfte. Am Donnerstag, den 27.08.26, fand die sechste MINT-Wanderung statt. Organisatorin der Veranstaltung war Lara Hoffmann vom Umwelt-Campus, die die gemeinsamen Veranstaltungen der Mitglieder der MINT-Region initiiert und koordiniert. Das Nationalparkkamt betreute eine Workshop-Station und besuchte mit den Lehrkräften die Ausstellung im Nationalpark-Tor Keltenpark.
Die Veranstaltung ist bei Akteur*innen und Teilnehmenden seit Jahren beliebt, da sie Bewegung in der Natur, Wandern in der Gemeinschaft und Wissensvermittlung miteinander verbindet. Die Inhalte der Workshops, die entlang einer Wanderstrecke aufgebaut sind, werden von Einrichtungen, die Mitglieder in der MINT-Region sind, speziell für MINT-Bildung konzipiert und durchgeführt. Sie haben das Ziel, den Lehrkräften frischen MINT-Input für ihren Unterricht zu präsentieren.
Mit dabei war Yara Hijazi, Fachkraft für Bildung für nachhaltige Entwicklung des Naturparks Saar-Hunsrück, die über das regionale Bildungsmodul zum Biber („Biber-Baumeister der Natur“) und den Biberrucksack informierte. Den Biberrucksack können sich Lehrkräfte kostenlos beim Naturpark ausleihen. Darin befinden sich ein echtes Biberfell, ein Biberschädel und Experimentierequipment sowie eine Brille, die Einblicke in die Sehfähigkeiten des Bibers liefert. Dadurch, dass der Stand des Naturparks direkt am Kloppbruchweiher platziert war, konnten die Teilnehmenden auch echte Biberspuren entdecken.
Am Stand des Forstamts Idarwald (Landesforsten Rheinland-Pfalz) gab es die Gelegenheit, gemeinsam das ‚Weltspiel‘ zu spielen. Schülerinnen und Schüler können in diesem Spiel Unterschiede in der weltweiten Produktion von Gütern, Energieverbräuchen und Bevölkerung zwischen den Kontinenten erfahren. Das Spiel bietet unterschiedliche Vertiefungsmöglichkeiten, z.B. in Richtung Energieerzeugung und -verbrauch. Melanie Fischer-Krupp vom RLP-Kompetenzzentrum für Klimawandelfolgen präsentierte den Lehrkräften den KlimaWandelWeg, der für den Unterricht ausgeliehen werden kann. Mit dem Tool können Lehrkräfte die Themen Klimawandel, Klimawandelfolgen, Klimaschutz und -anpassung anschaulich vermitteln.
Am Stand des Abfallwirtschaftsbetriebs Birkenfeld wurde das Wissen der Lehrkräfte zur richtigen Abfalltrennung auf die Probe gestellt. Auch diese Übung kann im Bildungsalltag und Unterricht durchgeführt werden. Unterstützung dabei konnte in Form des „Abfallkoffers“ für Kitas und Lerneinheiten in Schulen, zusammen mit Carmen Grasmück, der Referentin an diesem Tag, gebucht werden. In Entstehung ist derzeit ein neuer außerschulischer Lernort am Abfallwirtschaftszentrum – AWZ Reichenbach, der voraussichtlich ab Frühjahr 2027 für angemeldete Gruppen geöffnet wird.
Für die meisten Gruppen stellte die Ausstellung im Besucherzentrum am Nationalpark-Tor Keltenpark die letzte Station dar. Die Ausstellung kann mit Schulklassen besucht werden und bietet an verschiedenen Stationen Informationen zu den Kelten und ihren Traditionen sowie zum Nationalpark Hunsrück-Hochwald und seinen Aufgaben. Orientierung beim Besuch der Ausstellung liefert ein Rätselheft, das von Stefanie Weisgerber-Puhl vorgestellt wurde, die mit der Bildung für nachhaltige Entwicklung im Nationalparkamt betraut ist.
Die Veranstaltung erfuhr viel positives Feedback, da sie Wissensvermittlung mit aktivem Naturerleben zusammenbringt. Viele der Stände, die bei der MINT-Wanderung dabei waren, stellen sich bei der im November stattfindenden MINT-Konferenz erneut vor.
Mehr Informationen zum Programm und zur Anmeldung gibt es auf der Website: https://www.umwelt-campus.de/iss/projekte/laufende-projekte/mint-region/termine.




