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Neuer Pächter mit vielseitigem Gastro-Konzept am Nationalpark-Tor Erbeskopf

Pandemie, Fachkräftemangel, Inflation zum Trotz: Das Interessenbekundungsverfahren für einen neuen Pächter der Gastronomie am Nationalpark-Tor Erbeskopf wurde erfolgreich abgeschlossen. Mit einem Konzept unter dem Namen „ReHserviert“ beginnt an den Adventswochenenden ein erstes Angebot. Eine Vertragsdauer von zunächst 10 Jahren macht deutlich, dass es sich hier um eine langlebige Zusammenarbeit handeln soll.

Ein junger Unternehmer aus der Partnerinitiative heraus. 37 Jahre alt, in Börfink, mitten im Nationalpark sesshaft. Mit über 10-jähriger Berufserfahrung, nicht nur aus der Gastronomie, sondern auch aus dem Veranstaltungswesen. Sogar Verwaltungsexpertise bringt er mit. Sein Name ist Marco Best. Er möchte am Nationalpark-Tor mit seinem Konzept Synergien aus dem Partner-Netzwerk und der Region nutzen, um den Standort erfolgreich zu betreiben. Sein Betrieb weist Qualität nach, kooperiert mit den Regionalinitiativen und stellt sich nachhaltig auf. Das Konzept ist auf Langfristigkeit und Kooperation angelegt. „Wir versuchen ein Schaufenster in die Nationalpark-Region zu sein. Unser Konzept lebt vom Mitmachen. Wir wollen nicht nur den Nationalpark und den Erbeskopf beleben, sondern auch Lust auf die Partnerbetriebe machen“, so Marco Best.
Fehlende Fachkräfte, Lieferengpässe und neue Kooperationsmodelle betreffen derzeit die ganze Branche. Das verzögerte auch einen früheren Beginn. „Gefüllter Kühlschrank, Eistruhe und Kaffeeautomat machen noch lange keinen erfolgreichen Start aus“, so Best. „Wir wollen das Vorhaben solide aufstellen. Der Standort hat ein riesiges Potenzial. Gerade mit und durch den Nationalpark!“ Neben der Gastronomie sieht Best im Seminarangebot und Veranstaltungen wie Herbst-, Weihnachts- oder Ostermärkten große Perspektiven. „Wir wollen dabei beispielsweise mit Nationalparkführern und weiteren Anbietern kooperieren, kulinarische Wanderungen anbieten und haben sogar einen Foodtruck bestellt, der ab dem Jahr 2024 ins Rollen kommen wird.“

„Wir sind sehr zuversichtlich hier einen starken Partner an unserer Seite gefunden zu haben, der den Geist aus der Nationalpark-Partnerinitiative am Erbeskopf erlebbar machen wird“, so Dr. Harald Egidi, Amtsleiter im Nationalpark Hunsrück-Hochwald. „Der Standort steht im Fokus unserer Arbeit. Wir haben die Angebote in den letzten Jahren erfolgreich ausgebaut: Ausstellung, App, Rangertouren, Bildungs- und Seminarangebote für eine Ganzjahresbelebung. Im Verbund mit dem Windklang, den neuen Buslinien, dem immer noch neuen Betreiber an der Sommerrodelbahn, dem Trailpark und der festen Institution, dem Klettergarten hat das Nationalpark-Tor Erbeskopf einiges zu bieten. Man sieht, wie sich der Standort neu aufstellt. Wir begleiten die Betriebe dabei und schaffen neue Voraussetzungen.“

Bereits in der Sondierungsphase brachte Marco Best Unternehmen aus der Region zusammen, die nach dem Wegfall der Gastronomie am Erbeskopf gemeinsam eine kurzfristige Lösung anboten. Kühlschränke, Eistruhe oder Belieferung mit Backwaren: Innerhalb von nicht mal einer Woche standen fünf Kühlschränke im Nationalpark-Tor, um Gäste weiterhin zu versorgen. „Diese schnelle Lösung war nur durch die konstruktive Arbeit im Hintergrund möglich. Eine Arbeit, die stets mit den Unternehmen in der Region erfolgt. Die Partnerinitiative ist hier die Basis für solche, auch mal unbürokratischen Lösungen. Das lebt vom Miteinander und dem Geist der Betriebe“, so Sören Sturm, Abteilungsleiter für Kommunikation und nachhaltige Entwicklung im Nationalparkamt.

Vor einem Jahr nahm Sturm einen Tourismuspreis für den Nationalpark entgegen. Ein „Mutmacher für nachhaltigen Tourismus“ titelte die Nahe-Zeitung über die Auszeichnung vom Travel Industry Club. „Dass wir dann auf einmal einige Monate später ohne gastronomisches Angebot dastehen, war bitter“, so Harald Egidi, der auch weiter um Geduld bei Gästen bittet.

Bis zum April würden die Grundlagen für einen ordentlichen Betrieb gelegt. Best verspricht dann Öffnungszeiten für Donnerstag bis Sonntag und wird auch für die Tage Montag bis Mittwoch Lösungen für Seminarangebote und Sonderveranstaltungen erarbeiten. Für Schulen, Kinder und Jugendliche wird dann ebenfalls etwas angeboten. Mit den neuen Buslinien und der verstärkten Zusammenarbeit mit Nationalpark-Schulen und -Kitas ist die Nachfrage nach Schulklassenangeboten derzeit sehr groß.

Der Nationalpark freut sich, dass solche Entwicklungen auch in dem Konzept von Marco Best berücksichtigt werden. „Das Vorhaben lebt von der Zusammenarbeit, mit uns, mit den Partnern, den Regional-Initiativen und den Akteuren vor Ort.“, so Sturm. „Hier waren nicht wir der Mutmacher, sondern der Betrieb.“ Wie üblich bei der Partnerinitiative heiße es nun, das mit Leben zu füllen. Schritt für Schritt.

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 Sören Sturm und Marco Best bei der Pressekonferenz zur Vorstellung des Gastro-Konzepts | Bild nlphh.de Lara Rennette

Abdruck kostenfrei im Rahmen einer Berichterstattung über den Nationalpark und Angabe der Fotoquelle.